Landmark



Persönlichkeitstraining, bei dem man lernt, seine Gegenwart und Zukunft aktiv zu gestalten, um eine bessere Lebensqualität zu erreichen.

KURZVERSION

Landmark Education bietet verschiedene Trainings und Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung an. Der zentrale Grundlagen-Kurs ist das Landmark Forum, ein Großgruppentraining über 3 Tage, an dem 75 bis 250 Personen teilnehmen. Dabei geht es darum neue Möglichkeiten im Handeln und Denken aufzuzeigen. Durch bestimmte Muster nutzt man nicht sein ganzes Potential, sondern setzt sich selbst Grenzen. Es soll gelernt werden diese Grenzen zu überwinden, indem man Menschen und Situationen ohne Vorurteile gegenübertritt und so offen für neue Erfahrungen wird. Man soll die Verantwortung für sein Leben übernehmen und lernen dass man Geschehnisse nicht nur hinnehmen muss, sondern aktiv beeinflussen kann. Erlebtes aus der Vergangenheit und dessen Einfluss auf die Gegenwart wird aufgezeigt. Schlechte Erfahrungen sollen hinter einem gelassen werden um die Angst vor Entscheidungen und Handlungen im Jetzt zu nehmen. Es soll aufgezeigt werden, dass es möglich ist, die Zukunft nach eigenen Vorstellungen zu kreieren. Eine positive und dauerhafte Veränderung der Lebensqualität wird anvisiert. Teilnehmer des Kurses berichten unter anderen von einer Verbesserung der Qualität von Beziehungen, mehr Selbstvertrauen, einer Steigerung der persönlichen Produktivität und einem positiveren Lebensgefühl.

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ERFAHRUNGSBERICHTE

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Eine fundamentale Untersuchung des Menschseins.

Ich habe zum ersten Mal 1992 am Landmark-Forum in Zürich teilgenommen, im Jahr 2001 noch einmal in Frankfurt/M. wiederholt. Motiviert wurde ich durch eine Freundin, die damals in einem langen Gespräch sehr ausführlich und begeistert von den Erfahrungen und Resultaten aus ihrer Teilnahme berichtete. So sei zum Beispiel die Beziehung zu ihrer Familie viel intensiver und vertrauensvoller geworden. Ich könne zu einem Infoabend kommen. Ja, ich hatte das Gefühl, dass da etwas war, wonach ich seit längerer Zeit latent gesucht hatte. Eine sehr gründliche und effektive Art der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Sein und der Frage, wie ich mich von den Konditionierungen der Vergangenheit frei machen und meine Handlungsmöglichkeiten erweitern kann.

1992 war ich, als 28-jähriger Student, in einer Phase, in der ich nicht so richtig wusste, wohin es in meinem Leben gehen sollte, ich wusste nur, dass „da noch mehr war“ - wie man so schön sagt. Also meldete ich mich zu dem Seminar in Zürich an. Im Nachhinein, auch nach mittlerweile über 20 Jahren kann ich sagen, dass das eine meiner besten Entscheidungen im Leben war. Das Programm hat einen dauerhaften Unterschied in meinem Leben gemacht. Damals war ich ein sehr zurückhaltender, unsicherer Mensch, mit wenig Selbstvertrauen. Durch das 4-teilige „Curriculum für´s Leben“, das aus dem „Landmark-Forum“, dem „Forum in Aktion“ (10 Abende), dem 4-tägigen „Fortgeschrittenen-Kurs“ und schließlich dem 8-wöchigen „Programm für Selbstausdruck und Führungsqualität“ bestand, habe ich erstmals einen eigenen Zugang dazu bekommen, wie ich selbst Einfluss auf die Qualität meines Lebens nehmen und eigene Ideen und Projekte erfolgreich umsetzen kann. Wie man vom Zuschauer zum Feldspieler wird. Dass ich einige Jahre nach dem Studium meine eigene Agentur gegründet habe, seit 2003 selbständig bin, auf einer Theaterbühne gestanden habe, Seminare leite... vieles davon basiert zu einem guten Teil auf der Erfahrung und dem Lernen aus dem Landmark Forum.

 

Was passiert im Landmark-Forum, wie funktioniert es?

Das Setting: Ein Großgruppen-Seminar mit 80 bis 120 Teilnehmern, in einem Hotel oder Kongresszentrum. Geleitet wird das Seminar von einer/einem „Forumleiter/in“, es geht drei Tage und einen Abend, von Freitagmorgen bis Sonntagabend, jeweils von 9.00 bis ca. 22.00 Uhr, der „Abschlussabend“ am Montag von 19.00 – ca. 22.00 Uhr. Im Landmark Forum wird das Leben und das Menschsein an sich untersucht, also nicht auf der Ebene der Ereignisse und Ergebnisse, sondern der mentale und emotionale Kontext, der die Ergebnisse und Ereignisse mit hervorgebracht hat. Landmark Education selbst spricht von einer „ontologischen Untersuchung“, also das Sein betreffend: Was macht das Menschsein aus? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Sprache und Sein? Welche Paradigmen begrenzen die Wahrnehmung der Wirklichkeit und die Handlungsmöglichkeiten? Wie lassen sich unbewusste Überzeugungen und „blinde Flecken“ erkennen (der Bereich, in dem wir nicht wissen, dass wir nicht wissen)? Wie erschaffen wir uns eine Wirklichkeit, die mehr Möglichkeiten beinhaltet, als die, die wir gegenwärtig wahrnehmen können? Philosophische, psychologische und erkenntnis-theoretische Grundlagen liefern u.a. der Konstruktivismus, die Systemtheorie, Wittgenstein, v. Förster, Watzlawick u.a.m.

Eine Grundannahme im Forum ist: Fakten haben keine Bedeutung; es sind die Geschichten, die wir aus diesen Fakten zusammenbasteln, die ihnen Bedeutung geben. Der Kontext, in dem der Verstand mit seinen Standpunkten im Recht bleiben will und „Beweise“ dafür sammelt, dass man z.B. „nicht gut genug“ oder „nicht liebenswert“ sei. Die Annahme ist, dass diese Haltung die Ergebnisse erzeugt, die die eingenommenen Standpunkte bestätigen. Die Erschaffung der eigenen Realität. Im Forum heißt das „der Kreislauf von Erfahrung und Interpretation“, bzw. der „Teufelskreis“ und das „immer bereits hören“, also die gefilterte Wahrnehmung von einem bestimmten Standpunkt aus. Im Forum wird dieser Kontext durch wertungsfrei untersuchendes Fragen aufgedeckt. Es gibt keine absolute Wahrheit, es ist immer eine Frage des Standpunkts. Manche Sichtweisen sind befähigend andere sind entmutigend.

Transformation geschieht, wenn ich meine Sichtweise ändern kann. Dann ändern sich auch die Umstände. Ein Satz aus dem Forum lautet „In dem Moment in dem ich das was ist akzeptiere, als das was es ist, kann es sich transformieren in eine mögliche Art zu sein.“ Oder „es gibt einen Unterschied zwischen einer Sache verpflichtet sein und einer Sache angehaftet sein.“ Im Forum werden Formulierungen benutzt, die mitunter jenseits der alltäglichen Begrifflichkeit operieren. Es geht schließlich darum, eine neue Art zu denken zu lernen. Ein kontextuelles Denken, das hinter die Dinge schaut. Es ist tatsächlich eine fundamentale Untersuchung darüber, wie wir unsere Wirklichkeit kreieren und wie bestimmte Erfahrungen aus der Vergangenheit sich auf das gegenwärtige Erleben auswirken. Und es ist ein Standpunkt absoluter Selbst-Verantwortlicheit, d.h. Jeder Mensch ist für die Qualität seines Lebens verantwortlich, ist die Ursache seiner Wahrnehmung, Gedanken und Gefühle. Keine Ursache, kein Ereignis „da draußen“. Dabei wird insbesondere der psychologische Determinismus zurückgewiesen, wonach leidvoll schmerzliche Erfahrungen zwangsläufig ein Trauma nach sich zögen und einem Menschen nachhaltig Schaden zufügten.

Diese Radikalität fordert viele heraus, in unserer Kultur ist es üblich, äußere Ursachen wie Erziehung, soziales Umfeld, Bildung etc. als Ursache für ein bestimmtes „so Sein“ verantwortlich zu machen.

 

Nicht zuletzt wegen der Differenz zu unserem kulturell verankerten linearen Ursache-Wirkung-Denken wird das Forum von manchen scharf kritisiert und gelegentlich als sektiererisch bezeichnet. So findet man im Netz einige Quellen, die Landmark Education in die Nähe einer Sekte stellen. Ich würde sagen, ja, es ist eine nicht alltägliche, herausfordernde Sichtweise und nein, es ist keine Sekte. Das Forum erhebt nicht den Anspruch auf Wahrheit. Es bietet eine Möglichkeit, Fragen zu stellen, einen gedanklichen Kontext, der einen weiterbringt. Man kann dem zustimmen, es benutzen oder es lassen. Im Forum gibt es am dritten Tag eine Art Kulminationspunkt. Der Punkt, an dem man erkennt, wie umfassend das Prinzip der Reality-Creation wirkt und wie ich den Dingen, dem „Seienden“, den Fakten Bedeutung hinzufüge. Leben ist an sich so wie es ist, bedeutungslos. Ich wähle selbst, die Bedeutung, die ich dem Leben hinzufüge. Das erzeugt eine Erfahrung der „weißen Leinwand“, ein „Reset“-Gefühl, dass man nochmal alles neu machen und neu erleben kann. Neu auf die Menschen in seinem Leben zugehen, eingefahrene Bahnen im Beruf oder im Business verlassen. Wo vielleicht ein Mangelkontext aus Angst und Misstrauen dominierte, kann jetzt ein Erfüllungskontext aus Liebe und Vertrauen entstehen.

Daher kommt auch die Euphorie, mit der viele Teilnehmer aus dem Forum kommen und die für manche etwas suspekt und nach Gehirnwäsche aussieht. Tatsächlich fühlt es sich so an, als wäre das Gehirn gewaschen worden, aber auf eine sehr respektvolle und hilfreiche Art. Ich habe es als Transformation erfahren, die den Verlauf meines weiteren Lebens positiv beeinflusst hat. Das Forum eröffnete mir eine Wahl, wie ich mit den Erfahrungen des Lebens umgehe, ob ich Opfer der Umstände bin oder sie als eine Gelegenheit sehe, zu wachsen und etwas neues hervorzubringen. Ich kann es mit guten Gewissen jedem empfehlen. Die 495.- Euro sind eine nachhaltige Investition in die eigene Lebensqualität. Vielen Dank an Tanja von grow.now für die Einladung, diesen Erfahrungsbericht zu schreiben, und mich wieder an die Erfahrung zu erinnern. Zwischendurch war ich auch kurz „Opfer“ meines Versprechens, nach dem Motto „ich muss noch diese Rezension schreiben“, jetzt freue ich mich über die Inspiration, die ich daraus ziehen konnte. :-)

 

Weitere Infos über Landmark Education und das Landmark Forum:

de.wikipedia.org/wiki/Landmark_Education

www.landmarkworldwide.de

www.was-ist-das-landmark-forum.de


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