Psychodrama

Jacob Levy Moreno (Österreich)



Ein integratives Verfahren zur Förderung einer kreativen Lebensgestaltung durch das Auflösen festgefahrener Rollenstrukturen.

KURZVERSION

Das Psychodrama wurde als handlungsorientierter Gegenentwurf zur Psychoanalyse entwickelt und in seiner ursprünglichen Form als Gruppentherapie praktiziert. Der Schwerpunkt liegt auf dem erkennen und verändern von Rollenstrukturen. Durch Erfahrungen und soziale Einflüsse entwickeln Menschen in Situationen bestimmte Handlungsmuster. Es gilt diese zu analysieren und wenn sie destruktiv sind, sie umzuwandeln. Durch Rollenspiele werden vergangene, zukünftige oder frei erfundene Situationen dargestellt. Im Anschluss erfolgt ein gegenseitiger Austausch über das Erlebte und Gefühlte mit Anregungen, Feedback oder Kritik. In den Rollenspielen sollen über die Darstellung zwischenmenschlicher Beziehungen eventuelle Kommunikationsstörungen oder dysfunktionale Interaktionen erkannt und Konfliktursachen aufgedeckt werden. Das Ziel ist es, sich von festgefahrenen Rollenstrukturen zu befreien um neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen. Auch sollen eigene Grenzen akzeptiert werden und die daraus resultierende Frustration bewältigt werden. Das Psychodrama wird heute nicht nur in der Gruppe, sondern auch in der Einzel-, Paar- und Familientherapie angewandt. Das Verfahren ist sehr flexibel einsetzbar, es findet unter anderem im pädagogischen Bereich, in der Personal- und Organisationsentwicklung, im Sozialbereich und in der Beratung und dem Coaching Anwendung.

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ERFAHRUNGSBERICHTE

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Wirkungsvoll

Psychodrama habe ich als Diplomarbeitsthema gehabt. "Psychodrama mit heranwachsenden in Untersuchungshaft". Es gab nicht viel Literatur dazu, sodass ich die Methode empirisch angewandt habe. Es war schon unglaublich, welche Wirkung es auf die Jugendlichen hatte. Sie konnten sich wunderbar in die verschiedenen Rollen einfinden und fanden es erhellend in andere "Menschen" zu schlüpfen. Ich arbeite sehr gerne mit dieser Methode.


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Wirksam um zwischenmenschliche Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten

Innerhalb meines Studiums gab es ein Modul, welches primär die Theorie und Praxis des Psychodramas behandelte. Unser Professor leitete uns in den Sitzungen an, abwechselnd die Rolle des Protagonisten bzw. Antagonisten einzunehmen. Es war erstaunlich mit was für einer Wirkung das Rekonstruieren von Situationen sich auf die Situationsdefinition/wahrnehmung auswirkte. Häufig traten völlig neue Erkenntnisse zum Vorschein und Personen wurden anders bewertet. Eine sehr emotionale und geistig anstrengende Methode, welche die Möglichkeit für einen Perspektivwechsel, oder die Neuinterpretation von Situation bietet. Gerade für Kleingruppen sehr zu empfehlen.


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